Fotografieren mit dem Smartphone?! 5 Tipps für bessere Bilder

Fotografieren-Smartphone

Die Kameras von Smartphones wurden in den letzten Jahren immer besser. Dennoch sind sie keine ernsthafte Alternative zu Spiegelreflex- oder spiegellosen Systemkameras.

Das bedeutet aber nicht, dass sich mit Smartphones keine tollen Bilder machen lassen. Ganz im Gegenteil: Unter gewissen Umständen gelingen auch mit der kleinen Smartphone Kamera atemberaubende Aufnahmen.

Folgende 5 Tipps werden dir helfen, bessere Bilder mit dem Smartphone zu erstellen.

Egal ob Samsung Galaxy S10 Plus oder Huawei P30 Pro – Smartphones machen immer öfter mit immer besseren Kameras Schlagzeilen. Auch auf Fotoportalen wie Flickr und Co gehören Smartphones zu den beliebtesten Kameras.

Und diese kleine „Kamera“ hast du fast immer immer dabei.

Auch ich mache hin und wieder ein Bild mit dem Smartphone, wenn ich meine „richtige“ Kamera mal nicht dabei habe. Hier ein paar Impressionen:

Vorteile von Smartphone Kameras

  • Deine Smartphone Kamera hast du immer dabei
  • Gute Smartphone-Kameras verfügen über lichtstarke Festbrennweiten
  • Gute Smartphone Kameras verfügen über Low-Iso Werte (zb.: Iso 50) um das Bildrauschen trotz kleiner Sensoren zu minimieren
  • Bildbearbeitung ist schnell und unkompliziert direkt im Smartphone möglich. Ich bevorzuge Snapseed und Lightroom Mobile
  • Bilder können direkt verschickt und schnell in sozialen Netzwerken geteilt werden.

Natürlich haben die Kameras von Smartphones auch diverse Nachteile.

Leider ist auch in der Smartphone-Branche längst der Megapixel-Wahn ausgebrochen. Viele Pixel auf einem kleinen Smartphone-Sensor führen unweigerlich zu einer schlechten Low-Light Performance.

Auch eine geringe Tiefenschärfe (zB.: Portrait oder People-Fotografie) lässt sich aufgrund des kleinen Sensors fast nicht realisieren – da hilft es auch kaum, dass in hochwertigen Smartphones meist lichtstarke Festbrennweiten verbaut sind. Will man Hintergrundunschärfe erzeugen, muss man auf Tricks wie Mehrfachaufnahmen zurückgreifen.

Trotzdem – wenn man folgende 5 Tipps beachtet, lassen sich auch mit Smartphones tolle Bilder erstellen.

1. Die richtige Uhrzeit

Obwohl gute Smartphones über lichtstarke Festbrennweiten verfügen, ist die Low-Light Performance aufgrund der winzigen Sensoren sehr schlecht. Bilder mit höheren ISO-Werten sind kaum zu gebrauchen.

Eine gute Performance liefern Smartphone Kameras also vor allem bei Tageslicht. Rauchfreie und somit scharfe Bilder gelingen hier vor allem durch die Low-Iso Funktion (zB.: Iso-40) sehr gut.

Auch in der goldenen Stunde lassen sich mit Smartphone Kameras atemberaubende Bilder erstellen. Als goldene Stunde wird die Stunde nach Sonnenaufgang bzw. vor Sonnenuntergang bezeichnet. Die goldene Stunde bietet eine interessante Lichtstimmung. Des Weiteren ist auch genügend Licht vorhanden, um mit dem Smartphone zu fotografieren.

2. Die richtige Art der Fotografie

Wie bereits erwähnt, lässt sich mit dem Smartphone kaum eine geringe Tiefenschärfe beziehungsweise ein so genannter „Bokeh-Effekt“ erzielen. Die Sensoren sind dafür einfach zu klein. Für klassische Portrait- und Personenfotografie ist das Smartphone also somit weniger geeignet.

Eine gute Figur hingegen macht das Smartphone hingegen bei der Landschafts- und Architekturfotografie. Hier ist in vielen Fällen eine durchgehende Tiefenschärfe erwünscht.

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3. Das richtige Format (Seitenverhältnis)

Die meisten Kameras der Smartphones sind standardmäßig auf das Format 16:9 eingestellt. Der Kamerasensor im Smartphone hat aber eine Verhältnis von 4:3.

Wenn du die volle Auflösung deines Smartphone nützen möchtest, solltest du das Seitenverhältnis auf 4:3 umstellen. Das funktioniert ganz einfach in den Einstellungen der Kamera-App.

Das Bild kann bei Bedarf natürlich nachträglich mittels Bildbearbeitung wieder auf das Format 16:9 reduziert werden.

Bildgröße

4. Bildgestaltung mittels Hilfslinien

In den Kameraeinstellungen deines Smartphones kannst du dir Hilfslinien einblenden lassen. Diese Linien dienen als einfaches aber effektives Hilfsmittel zur Bildgestalung (Drittel-Regel, goldener Schnitt etc.)

hilfslinien

5. Bildbearbeitung im Smartphone

Es gibt unzählige Kamera- und Bildbearbeitungs-Apps . Ich persönlich nutze zum Fotografieren die Standardsoftware. Zur Bildbearbeitung benutze ich die kostenlose App Snapseed.

Damit lassen sich schnell und einfach die wichtigsten Anpassungen vornehmen. Natürlich kann man diese App nicht mit einer Bildbearbeitungssoftware wie Photoshop etc. vergleichen. Dennoch sind nützliche Funktionen an Bord. Vor allem die integrierten Filter (zB. HDR oder Retro) liefern teils beeindruckende Ergebnisse.

snapseed

Smartphone Zubehör

Ich persönlich nutze kaum Zubehör. Wenn ich „ernsthaft“ fotografieren möchte, nehme ich ohnehin meine richtige Kameraausrüstung mit. Interessantes ist aber sicherlich das Smartphone Stativ sowie Aufsteckobjektive.

Smartphone-Stativ

Viele Kamera-Apps verfügen über die Funktion für Langzeitbelichtung („Modus Zeitwahl“ – Tv, T oder S). In Kombination mit einem Smartphone-Stativ lassen sich dann auch Nachtaufnahmen realisieren.

Aufgrund der langen Belichtungszeit kann der ISO-Wert gering gehalten werden. Dadurch kann die schlechte „Low-Light“ Performance kompensiert werden und es gelingen auch rauscharme Bilder bei Nacht.

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Aufsteckobjektiv

Aufsteckobjektive bewegen sich sicherlich irgendwo zwischen „Zubehör“ und Spielerei.

Natürlich handelt es sich hierbei nicht um echte Objektive sondern lediglich um universell Einsetzbare Konverter. Diese werden einfach vor die Linse des Smartphones aufgesteckt.

Demnächst werde ich diese Spielerei ausprobieren und einen Testbericht verfassen. Ich denke mal das man Kompromisse in der Bildqualität eingehen muss, man dafür aber eben andere Bildausschnitte erhält (Weitwinkel, Tele…). Das beliebe 5-fach Set kostet lediglich 12 Euro – das finanzielle Risiko hält sich also in Grenzen ;-)

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Kennst du noch weitere Tipps und Tricks rund um die Smartphone Fotografie? Welche Erfahrungen hast du gemacht? Benutzt du dein Smartphone auch zum Fotografieren? Schreib ein Kommentar und diskutiere mit!

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