Samsung Galaxy S5 Kamera-Test und Bildqualität (+100% Crop Ansicht)

Aktualisiert: von Robert

samsung galaxy s5 kamera im test

Vor kurzem habe ich mir das Samsung Galaxy S5 gekauft. Die Bildqualität der 16 Megapixel Kamera habe ich natürlich sofort genauer unter die Lupe genommen.

Wie sich die Kamera in verschiedenen Lichtbedingungen schlägt und ob die Ergebnisse auch in der 100% Ansicht akzeptabel sind, zeige ich dir in diesem Beitrag.

Die Smartphone Fotografie wird immer beliebter. Das liegt unter anderem daran, dass die immer-dabei-Hosentaschenkameras eine immer bessere Bildqualität abliefern.

 

Daten und Fakten zur Kamera des Galaxy S5

Obwohl das aktuelle Samsung Flagschiff Galaxy S6 über die wohl derzeit beste Smartphone Kamera verfügt (Blende 1.9 + OIS), habe ich mich für das Galaxy S5 entschieden. Wechselakku, SD-Kartenslot und nicht zuletzt das deutlich bessere Preis-Leistungsverhältnis waren meine Beweggründe. Außerdem nutze ich das Smartphone ja auch nicht als Hauptkamera.

Derzeit kostet das Samsung Galaxy S5 auf amazon.de* rund 340 Euro
(Stand: September 2015)

Aber – um es vorweg zu nehmen – mit dem Galaxy S5 lassen sich durchaus ordendliche Ergebnisse erzeugen. Kommen wir aber vorher zu den Daten und Fakten.

Gleich wie beim S6 verfügt das S5 über einen 16 Megapixel Isocell Sensor. Isocell soll für eine neue Technologie stehen, in der die einzelnen Pixel am Sensor durch Zellen voneinander isoliert sind. Das soll einfach erklärt die Farbreflexionen zwischen den Pixel vermindern. Als Ergebnis erhält man klarere, sattere Farben und das Farbrauschen wird deutlich verringert. Soviel zu Theorie.

Des Weiteren hat der 1/2,6 Zoll große Sensor ein Bildformat von 16:9. Das bedeutet, dass man die volle Auflösung also auch im 16:9 Format erhält. Fotografiert man lieber in einem anderen Format (zB. 4:3) bleibt durch die hohe Megapixel-Auflösung natürlich immer noch genügend Spielraum für Crop. Die Kamerasensoren der meisten anderen Smartphones sind im 4:3 Format gehalten.

Das S5 kommt mit einer lichtstarken Blende von f2.2. Ein guter Wert – wenn auch deutlich schwächer als die f1.9 Blende des Galaxy S6. Leider ist auch kein optischer Bildstabilisator im Galaxy S5 verbaut.

Die Realbrennweite des Objektivs beträgt 5mm. Das entspricht in etwa 28mm im Kleinbildformat (ca. 18mm im APS-C Format).

Die Front Kamera verfügt über eine Auflösung von 2.1 Megapixel. Ich bin zwar kein Selfie-Fan, werde die Frontkamera aber dennoch auch testen.

 

Samsung Galaxy S5

Sensor: 1/2.6 Zoll Isocell
Sensor-Format: 16:9
Auflösung: 16 Megapixel
Blende: 2.2
Brennweite: 5mm (28mm KB)
Frontkamera: 2,1 Megapixel
Optischer Bildstabilisator (OIS): nein
Aktueller Preis: amazon.de*

Ok – kommen wir nun aber zum eigentlichen Kameratest. Alle Bilder sind „out-of-cam“ – also komplett unbearbeitet.

 

Ausgewogene Lichtverhältnisse

Bei Tageslicht und ohne „anspruchsvolle“ Lichtverhältnisse (zB.: starkes Gegenlicht) macht die Kamera des Galaxy S5 eine gute Figur. Auch in der 100% Ansicht sind die die Bilder durchaus zu gebrauchen.
galaxy s5 bildqualität

kamera test s5

 

Bilder bei hohem Kontrastumfang mit HDR-Modus

Über den Kontrastumfang des Kamerasensors habe ich leider keine weiteren Informationen erhalten. Aber wie jeder andere Sensor, kommt er bei einem hohen Kontrastumfang (zB Gegenlicht) an seine Grenzen. Hier kommt der HDR-Modus ins Spiel um diese Grenzen aufzubrechen.
hdr modus samsung galaxy s5
Bei HDR ist es aufgrund der Mehrfachbelichtung natürlich wichtig, das Smartphone komplett ruhig zu halten oder es auf einem Stativ zu stabilisieren.

galaxy s5 hdr

 

Wenig Licht

Bei wenig Licht knicken Smartphone Kameras bekanntlich ein. Die kleinen Sensoren haben leider ein ausgeprägtes Rauschverhalten bei höheren Iso-Werten.
Wenn noch genügend Restlicht vorhanden ist, macht das Samsung Galaxy S5 aber keine so schlechte Figur:

s5 test bildqualität crop

In fast völliger Dunkelheit darf man dann aber nicht mehr all zu viel erwarten. Folgende Aufnahme wurde mit einem Stativ im automatischen „Nachtmodus“ gemacht. Zwar ist die 100% Ansicht bei dem beleuchteten Gebäude durchaus in Ordnung, jedoch kann leider die Belichtungszeit nicht manuell erhöht werden. Auch eine Belichtungskorrektur (+2) brachte kein helleres Ergebnis.

s5 kamera test nacht

 

Frontkamera

Ok- ich benutze sie kaum, aber für die Selfie-Fans unter euch ist wahrscheinlich auch die 2,1 Megapixel Front Kamera interessant.

s5 kamera test frontkamera

 

Interessante Funktionen der Kamera-App

Die interne Kamera-App des S5 ist übersichtlich gestaltet. Auf der linken Seite findet man ein Menü zur Schnellauswahl von diversen Parametern und Funktionen. Dieses lässt sich auch individualisieren.

samsung galaxy s5 kamera test

Weißabgleich, Belichtung und ISO können bei Bedarf auch manuell eingestellt werden. Die Blende kann natürlich nicht verändert werden, da das Galaxy S5 nur über die feste Blende f2.2 verfügt. Das ist aber bei fast allen Smartphones der Fall.

Schade finde ich, dass man die Belichtungszeit nicht manuell einstellen kann. Samsung dürfte diese Funktion Gerüchten zufolge aber noch mittels Update nachreichen.

Auch der Fokuspunkt kann manuell gesetzt werden. Der Autofokus arbeitet sehr schnell und trifft meist präzise. Probleme mit dem Fokussieren hat das Galaxy S5 nur in Low-Light Bedingungen.

Neben den HDR-Modus ist auch die Funktion Selektiver Fokus sehr interessant. Das Smartphone macht in diesem Modus zwei Bilder (Nah- und Fernfokus) und legt diese Bilder übereinander. Somit lässt sich eine sehr geringe Tiefenschärfe simulieren – ähnlich wie bei einer DSLR in Kombination mit einem lichtstarken Objektiv.

Leider darf das Objekt nicht weiter wie 50cm vom Smartphone entfernt sein – was in der Praxis (Portrait-Shooting) natürlich zu Einschränkungen führt. Auch wird das Objekt im Vordergrund nicht immer Präzise freigestellt.

selektiver fokus samsung galaxy s5

Allen in allem finde ich Samsungs eigene Kamera-App intuitiv, übersichtlich und gelungen.

 

Video – Full-HD, Ultra-HD (4K) und HDR

Das Galaxy S5 kann Videos sogar in Ultra-HD (4K) aufnehmen. Sicherlich für viele ein Kaufargument – obwohl sich der Nutzen dieser hohen Videoauflösung derzeit noch stark in Grenzen hält.

Kaum ein Wiedergabegerät (TV oder PC-Monitor) kann Ultra-HD derzeit in der vollen Auflösung wiedergeben. Des Weiteren ist der Speicherverbrauch im 4k-Modus enorm.

Sehr gut gefällt mir beim Samsung Galaxy S5 die Videoqualität allgemein. Gute Farbwiedergabe, schneller Autofokus und brillante Stereo-Tonqualität. Auch die HDR-Funktion lässt sich im Videomodus nützen. Dadurch lassen sich kontrastreiche, dynamische Videos erzeugen.

Des Weiteren sind auch eine Zeitraffer-Funktion sowie ein Super-Zeitlupenmodus mit an Bord.

Testvideo folgt in Kürze!

 

-> Samsung Galaxy S5 auf amazon.de*

-> Samsung Galaxy S6 auf amazon.de*

 

Fazit:

Die Kamera des Galaxy S5 hat mich überrascht. Auch wenn sie meiner „richtigen Kamera“ natürlich nicht das Wasser reichen kann, so sind die Ergebnisse in jedem Fall brauchbar. Vor allem der HDR-Modus meistert Situationen mit hohem Kontrastumfang wirklich gut.

 

Die Schärfe der Bilddetails in der 100% Prozent-Ansicht ist für den 1/2.6 Zoll durchaus in Ordnung kann aber natürlich nicht mit den großen Sensoren von System- oder DSLR-Kameras mithalten.

 

Bei wenig Licht verschlechtert sich die Bildqualität zunehmend – was aber zu erwarten war. Gerade im Low-Light Bereich schmerzt das Fehlen eines optischen Bildstabilisators.

Die hervorragende Videoqualität und tolle Funktionen wie Zeitraffer und der Super-Leitlupenmodus runden das Angebot ab.

 

Fotografierst du auch hin und wieder mit dem Smartphone? Wenn ja welche Erfahrungen hast du gemacht?

 

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