Reisestativ: Vergleich und Empfehlungen (2019)

Aktualisiert: von Robert

Reisestativ

In diesem Reisestativ Vergleich zeige ich dir die populärsten und besten Modelle. Persönlich habe ich schon mehrere Reisestative ausprobiert (von Rollei über Cullmann und Sirui bis hin zum Amazon Basics Reisestativ).

Bevor ich auf die einzelnen Modelle im Detail eingehe, zeige ich dir noch die wichtigsten Anforderungen, die ein hochertiges Reisestativ erfüllen sollte.

Reisestativ kaufen – worauf man achten sollte

An ein Reisestativ stelle ich spezielle Anforderungen. Kompakte Größe (eingeklappt) und wenig Gewicht stehen natürlich im Vordergrund. Bei einem schweren Stativ ist die Gefahr einfach zu hoch, dass es aufgrund des Gewichts zu oft im Hotelzimmer liegen bleibt.

Aber Größe und Gewicht sind nicht die einzigen Anforderungen. Auch die Mindesthöhe im ausgefahrenen Zustand, ein ordentlicher Stativkopf mit Schnellwechselplatte und das verwendetes Material spielen eine wichtige Rolle.

Plastik ist zwar sehr leicht aber auch verhältnismäßig instabil. Die Gefahr auf Mikroverwackelungen ist bei Stativbeinen aus Plastik besonders hoch. Ein ordentliches Reisestativ sollte also unbedingt aus Aluminium oder Carbon konstruiert sein. Beim Stativkopf bevorzuge ich einen Kugelkopf mit Schnellwechselplatte.

Die maximale Belastbarkeit sollte ebenfalls bei mindestens 1,5 Kilogramm liegen. Somit kann man das Reisestativ nicht nur nit spiegellosen Systemkameras sondern auch mit etwas schwereren DSLRs nutzen.

Zusammengefasst stelle ich also folgende Anforderungen an ein Reisestativ:

  • Geringes Gewicht (maximal 1,3 Kilogramm)
  • Kompakte Größe (eingeklappt – maximal 40cm)
  • Mindesthöhe (mindestens 110cm)
  • Belastbarkeit (mindestens 1,5kg)
  • Kugelkopf mit Schnellwechselplatte
  • Material: Aluminium oder Carbon

Aufgrund dieser Anforderungen und meinen Erfahrungen mit Reisestativen habe ich die Auswahl auf 6 empfehlenswerte Modelle eingeschränkt:

Rollei Compact Traveler No. 1 (Carbon)

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Bei diesem Stativ handelt es sich um ein absolutes Profi-Modell. Konstruiert ist es mittels hochwertigem Carbon. Somit ist dieses Reisestativ einerseits sehr leicht und dennoch robust und langlebig.

Beim Stativkopf handelt es sich um einen Kugelkopf inklusive Panoramafunktion. Das bedeutet, dass sich die Kugel auf einer Ebene fixieren lässt. Die Stativbeine können über Schraubklemmen fixiert bzw. gelockert werden.

Das Rollei Compact Traveler No. 1 Carbon ist sicherlich eines der besten Reisestative, die derzeit am Markt verfügbar sind. In jedem Fall zählt es zu den populärsten und meist gekauftesten Modellen.

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Rollei Compact Traveller No.1 (Aluminium)

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Das Rollei Compakt Traveller No. 1 ist auch noch in einer Aluminium-Version erhältlich. Das Reisestativ ist im Vergleich zur Carbon Variante ein wenig schwerer, dafür aber auch deutlich günstiger. Hier bekommt man ein gutes Stativ zu einem fairen Preis.

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SIRUI Traveler Ultralight

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Ebenfalls extrem beliebt, hochwertig und langlebig ist das Sirui Traveller Ultralight. Dieses Reisestativ ist dem dem Rollei Compact Traveller No. 1 sehr ähnlich und zugleich auch der größte Konkurrent. Auch preislich bewegt es sich in einer ähnlichen Kategorie.

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AmazonBasics Reisestativ (Low Budget Carbon)

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Das AmazonBasics Reisestativ ist ähnlich konstruiert wie das Rollei Compact Traveler No 1. Mit 132cm im ausgefahrenen Zustand bietet es noch dazu eine wirklich gute Arbeitshöhe für ein so kompaktes Stativ.

Das Stativ verfügt über einen Kugelkopf mit Schnellwechselplatte. Gleich wie bei dem Modell von Rollei werden die Stativbeine mittels Schraubklemmen fixiert und gelockert. Man könnte fast meinen, das Rollei Compact Traveller No 1 diente bei der Konstruktion des AmazonBasics Reisestativ als Vorlage…

Für ein Stativ aus Carbonfaser ist es extrem günstig, deswegen darf es auch in diesem Vergleich nicht fehlen. Ich hatte dieses Stativ selbst vor einigen Jahren bestellt, jedoch aufgrund eines Defekts nicht lange im Einsatz. Die Rücknahme seitens Amazzon funktionierte problemlos. Ich gehe mal davon aus, dass ich ein „Montagsprodukt“ erwischt habe, denn ansonsten wirkte das AmazonBasics Reisestativ durchaus ordentlich verarbeitet.

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Slik Sprint Mini (mein Geheimtipp)

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Das Slik Sprint Mini II GM verfügt ebenfalls über einen Kugelkopf mit Schnellwechselplatte. Mit rund 30cm Länge im eingeklappten Zustand ist dieses Stativ wirklich sehr kompakt.

Im Gegensatz zu den anderen beiden Modellen lassen sich die Stativbeine bei beim Silk Sprint Mini II mittels herkömmlichen Klemmen fixieren bzw. lockern. Das ist aber kein Nachteil.

Die Materialien sind hochwertig – vor allem auch der Kugelkopf und die Schnellwechselplatte. Ich selbst habe dieses Stativ jahrelang benutzt, kenne allerdings sonst niemanden der das Slik Sprint Mini nutzt :-)

Die Arbeitshöhe wird mit (nur) 107cm angegeben – tatsächlich beträgt sie mit ausgefahrener Mittelsäule allerdings 153cm.

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  • Maximale Höhe 107 cm (ohne Mittelsäule)
  • Belastbarkeit: bis zu 2 kg

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K&F Concept® TM2324

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Die etwas günstigere aber dennoch empfehlenswerte Alternative zum Slik Sprint Mini ist das K&F Concept TM2324. Bei geringem Budget ist dieses kompakte Stativ eine hervorragende Wahl!

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Dieses Reisestativ benutze ich

Langezeit habe ich das Slik Sprint Mini benutzt und kann es auch heute noch empfehlen. Auch bei meiner Reise nach New York war dieses kompakte Stativ im Einsatz. Damals war es das beste Stativ für mein (beschränktes) Budget. Mittlerweile bin ich auf das Rollei Compact Traveller No.1 in der Carbon Variante umgestiegen, da es noch ein wenig leichter ist.

Im Grunde kann ich dir jedes der hier vorgestellten Stative empfehlen. Lediglich beim extrem günstigen Amazon Basics Reisestativ habe ich schon einmal schlechte Erfahrungen bezüglich der Qualität gemacht. Dies könnte aber auch nur an einem Produktionsfehler gelegen sein und auch die Rückgabe sowie Rückerstattung des Einkaufspreises erfolgte ohne Probleme.

Zum Abschluss möchte ich noch auf die Alternativen zum klassischen Reisestativ eingehen:

Ergänzende Alternativen (Gorillapod & Co)

Manchmal kommt man in Situationen, in denen man sein Stativ nicht wirklich verwenden kann: Begrenzungen oder Mauern bei Aussichtspunkten welche die Mindesthöhe des Stativs überschreiten, zu wenig Platz um ein Stativ aufzustellen oder ein generelles Stativ-Verbot.

In solchen Situationen ist es gut, wenn man ein zweites Ass im Ärmel hat.

Als Ergänzung zum Dreibein-Stativ eignet sich zum Beispiel ein klassischer Bohnensack oder eine Stativklemme, mit welcher die Kamera zum Beispiel an einem Gerüst angebracht werden kann.

Auch ein biegsames Mini-Dreibein Stativ (Joby Gorillapod) eignet sich perfekt als ergänzende Alternative. Die Stativbeine sind so biegsam, dass die Kamera auch an einem Geländer oder dicken Ast montiert werden kann.

In meinem Beitrag über das Joby Gorillapod und weitere Alternativen, gehe ich genauer auf diese Thematik ein.

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  • Flexibel: Greifen Sie es, Wickeln Sie es ein,...

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Deine Erfahrungen?

Welches Reisestativ verwendest du und welche Erfahrungen hast du gemacht? Verwendest du auch Alternativen zum klassischen Dreibein-Stativ?

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5 Gedanken zu “Reisestativ: Vergleich und Empfehlungen (2019)”

  1. Ich verwende seit einiger Zeit das Rollei Fotopro Stativ CT-5A mit dem FPH- 52Q Kopf. Die Möglichkeiten und Anwendungsbereiche sind vielfältig. Die Verarbeitung über jeden Zweifel erhaben. Das Cullmann Alpa 2300, natürlich eine andere Preisklasse, war ein Fehlkauf. Ich verwende es nur noch sehr selten und wenn dann als Stativ für diverse Lichtquellen. Wer mehr über dieses Stativ erfahren möchte sollte sich das Video von Stefan Traumflieger Rollei CT-5A auf YouTube ansehen. Und es hat Schraubklemmen. Ist das für mich ein Nachteil? Eindeutig NEIN! Ich brauche, um es gut und sicher aufzustellen, etwa 20 – 25 Sekunden…mit etwas Übung natürlich. Das ist mehr als akzeptabel.

    • Hallo Helmut! Du hast natürlich vollkommen Recht – Schraubklemmen sind natürlich kein „Nachteil“. Hochwertige Objektive sind sehr oft mit Schraubklemmen ausgestattet. Es ist wohl eher eine Frage der Bequemlichkeit und ich mag herkömmliche Stativ-Klemmen einfach lieber. Das Rollei CT-5A ist ein sehr gutes Stativ, wenn auch etwas schwerer als jene Modelle, die ich in meinem Beitrag vorgestellt habe.
      Schöne Grüße,
      Robert

  2. Danke für den Artikel. Mein Tip: Wenn eines der Hauptkriterien das Gewicht ist, dann empfiehlt es sich zu den einzelnen Modellen das Gewicht auch anzugeben. So muss ich mich wieder oanders informieren, was die einzelnen von Dir vorgestellten Stative wiegen. ;-)

  3. Servus.

    Ich besitze ein Rollei C5i welches ich mir nach laaanger Zeit des Suchens und Ausprobierens letztendlich gekauft habe. Ein 1A-Produkt zum Spitzenpreis! Die Schraubklemmen hatten mich Anfangs auch abgeschreckt, sind aber beim recht easy. Eine 1/4 Umdrehung reicht für Lösen/Fest. Gewöhnungssache!
    Habe das Stativ nun ein 3/4 Jahr, hat schon vieles mitgemacht und war stets standfest.
    Auch der Kugelkopf ist sehr gut, leichtgängig und bombenfest.

    Nun Suche ich eine sehr leichte Alternative zu meinem 700g Cullmann Nanomax 200T für die Berge (leichtesGepäck).
    Das C5i ist mit seinen 1,63kg dagegen doch ne andere Hausnummer.
    Das Nanomax 200T hab ich auch sehr liebgewonnen, ist jedoch nach ein paar Jahren ein wenig lediert und mir fehlten immer ein paar Zentimeter Höhe und ein Ticken mehr Stabilität.

    Ich werde mir nochmal das SLIK anschauen! Danke für den Testbericht!
    Das Rollei Compact Traveler liegt bei 1,2kg, ich möchte >=1kg bei <100Euronen.

    Dank und Gruß,
    Sebastian

  4. Hallo Fotofreunde,
    hatte mich erst für das Rollei C5i entschieden, ein wirklich gutes Teil, aber mit 43 cm Packmaß zu groß für meinen rel. kleinen Rucksack und mein Lebensalter. Also habe ich das ziemlich stabile Cullmann Mundo 518T gekauft und mir für die Mittelsäule eine Verlängerung aus Hartholz gedreht, die ich mit Hilfe eines eingeklebten 3/8 Zoll- Fotogewindes (https://www.fotoschraubenshop.de/) in die originale Mittelsäule von unten eindrehen kann. So komme ich auf eine Gesamthöhe von 66 cm und habe gleichzeitig ein Tisch- und ein Makrostativ mit einem Packmaß von 18 cm, allerdings mit 845 g auch kein Leichtgewicht. Damit kann man schon was anfangen. Grüße von Hans

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