Sony VCL-ECU1 Ultra-Weitwinkel Konverter – meine Erfahrungen

Normalerweise bin ich kein großer Freund von Konvertern, da die Bildqualität meist leidet. Sehr positiv überrascht hat mich allerdings der VCL-ECU1 Ultra-Weitwinkel Vorsatzkonverter von Sony. Warum das so ist, möchte ich dir gerne in diesem Beitrag erzählen.

Vor einigen Wochen hatte ich den VCL-ECU1 Konverter bei meiner New York Reise im Einsatz. Gerade in der Städtefotografie ist ein Ultra-Weitwinkel natürlich eine tolle Sache.

Aufnahme mit dem SEL16F2 + VCL-ECU1 Ultra-Weitwinkel Konverter

Aber kommen wir zuerst zu den allgemeinen Daten und Fakten. Der VCL-ECU1 Ultra-Weitwinkel Konverter ist auf amazon.de* für ca. 100 Euro zu haben.

Der Konverter wurde von Sony speziell für das E-Mount Pancake Objektive Sony SEL 16F28* konstruiert. Aus dem 16mm Weitwinkel Objektiv wird dank des Konverters ein 12mm Ultra-Weitwinkel (APS-C Crop). Die Brennweite wird also von 16mm um den Faktor 0,75 auf 12mm verkürzt.

 

Die Kombination SEL16F28 mit dem VCL-ECU1 Konverter ist übrigens die günstigste Ultra-Weitwinkel Variante für deine Sony NEX / Alpha 6000 / Alpha 5000. Weitere Ultra-Weitwinkel Alternativen für das Sony E-Mount System präsentiere ich dir am Ende des Beitrages.

 

Der Konverter ist speziell für das SEL16F28 abgestimmt

Der VCL-ECU1 Konverter wird mit Schutztasche und Schutzkappe ausgeliefert.

Mechanisch gesehen passt der Konverter zwar auch auf andere Objektive, dort macht der Einsatz aber keinen Sinn, da er darauf nicht abgestimmt ist.

Es handelt sich also nicht um einen universell einsetzbaren Adapter. Der Vorteil dabei liegt klar auf der Hand: Die Bildqualität wurde auf einem erstaunlich hohen Niveau gehalten. Ich würde im Punkt Bildqualität sogar noch einen Schritt weiter gehen…

 

Bildqualität

Meiner subjektiven Meinung nach ist die Bildqualität des SEL16F28 mit Konverter sogar besser als ohne. Belegen kann ich diese Theorie natürlich nicht, da ich das Objektiv, bzw. den Konverter keinen Labortest unterzogen haben.

Vom Weitwinkel Pancake Objektiv SEL 16F28 bin ich leider nicht ganz überzeugt. Die Bildqualität kann in der Bildmitte überzeugen, nimmt aber zum Rand hin leider zu stark ab. Mit Konverter scheint sich dieser Umstand aber zu bessern, bzw. zu relativieren!

Natürlich hat man bei einer Brennweite von 12mm eine relativ starke Verzerrung im Bereich der Bildränder. Dies ist aber ein typisches Problem beim Einsatz von Weitwinkel-Objektiven.

Die Bildqualität nimmt zu den Rändern hin ab, liegt aber noch in einem absolut akzeptablen Bereich.

Zusammengefasst geht die Bildqualität in jedem Fall in Ordnung. Für einen Konverter würde ich die Qualität als überdurchschnittlich bezeichnen. Aber natürlich ist nicht alles Gold was glänzt…

Salzburger Altstadt mit 12mm Ultra-Weitwinkel

 

Schwächen

Auch wenn mich die Bildqualität des VCL-ECU1 Ultra-Weitwinkel Konverter überzeugt, gibt es natürlich trotzdem diverse Schwächen.

1. Kein Objektivprofil
Vom Konverter wird natürlich kein elektronisches Signal an die Kamera übertragen. In den Metadaten der Aufnahmen wird somit natürlich immer 16mm anstatt der tatsächlichen 12mm Brennweite angegeben. Wendet man die automatische Objektivkorrektur an (zB. In Lightroom oder Adobe Camera Raw), so fällt die Korrektur der Verzerrung zu gering aus. Das ist natürlich logisch, da auf die Korrekturdaten des SEL16F28 zurückgegriffen wird. Man sollte also mit der manuellen Korrektur noch etwas nachhelfen.

2. Kein Filtergewinde
Der Ultra-Weitwinkel Konverter ist bereits mit einer fest installierten Sonnenblende ausgestattet um Lens-Flares zu reduzieren. Leider befindet sich kein Gewinde am Konverter, somit können keine Filter angebracht werden.

 

Kaufen oder nicht kaufen?

Ich persönlich habe mir das SEL16F28 gebraucht um ca. 100 Euro gekauft. Den VCL-ECU1 Konverter habe ich ebenfalls um etwas weniger als 100 Euro auf amazon.de* gekauft. Das SEL 16F28 habe ich schon mit der Absicht gekauft, es nur in Kombination mit dem Ultra-Weitwinkel Konverter zu verwenden.

Um unter 200 Euro habe ich somit eine 12mm Festbrennweite mit einer maximalen Blendenöffnung von 2.8 für meine Sony Alpha 6000 erworben und ich bereue den Kauf nicht.

Falls du das SEL16F28 bereits besitzt, kann ich dir den Kauf des Konverters in jedem Fall empfehlen. Diese rund 100 Euro sind sicherlich sehr gut investiert.

Aber auch wenn du das SEL16F28 nicht besitzt und du dir ein Ultra Weitwinkel für deine Sony Systemkamera zulegen willst, bietet diese Kombination ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis. Günstiger ist ein Ultra-Weitwinkel für deine Sony Alpha oder NEX derzeit jedenfalls nicht zu haben.

 

Alternativen

Wie bereits erwähnt, ist die Kombination von SEL16F28* und dem VCL-ECU1* die günstigste Weitwinkel Variante für das Sony (APS-C) E-Mount Objektivbajonett.

Eine Alternative ist das Wallimex Pro 12mm*. Dieses 12mm Ultra-Weitwinkel Objektiv bietet mir f2.0 sogar eine noch höhere Lichtstärke und somit eine wirklich gute Low-Light Performance. Leider handelt es sich hierbei um ein völlig manuelles Objektiv – Blende und Fokus muss manuell am Objektiv eingestellt werden. Der Preis liegt bei ca. 350 Euro (Stand: Mai 2015)

Ein sehr beliebtes und ausgesprochen gutes Objektiv ist das Ultra-Weitwinkelzoom Sony SEL 1018*. Leider dürfte der Preis von gut 680 Euro so einige vom Kauf abhalten.

Neben dem VCL-ECU1 ist für das SEL16F28 auch noch der Sony VCL-ECF1 Fishey-Konverter* erhältlich: Der Vergrößerungsfaktor beträgt 0,62 – somit erhält man mit diesem Konverter eine Brennweite von 8mm.

 

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2 Gedanken zu “Sony VCL-ECU1 Ultra-Weitwinkel Konverter – meine Erfahrungen”

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