Sigma 30mm f2.8 DN für E-Mount. Mein Test an der Sony A6000

sigma 30mm f2.8 dn

Eines gleich vorweggenommen – das Sigma 30mm f2.8 DN ist ein echter Preis-Leistungssieger. Zumindest im E-Mount APS-C Objektiv-Segment. Das Objektiv ist mit ca. 170 Euro schon fast zu günstig (Stand Juli 2017). An der Sony Alpha 6000, 6300, 5000, etc. macht die Festbrennweite jedenfalls eine gute Figur.

Vor dem eigentlichen Testbericht möchte ich aber noch schnell auf die technischen Daten des Objektivs eingehen.

 

Sigma 30mm f2.8 Technik & Verarbeitung

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    Brennweite: 30mm

  • Lichtstärke: 2.8
  • Bildstabilisator: nein
  • Filtergewinde: 46mm
  • Naheinstellungsgrenze: 30cm
  • Preis ca.: 170 Euro
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Mit f2.8 ist das Objektiv für APS-C Verhältnisse zwar durchaus lichtstark, dennoch ist dieser Wert für eine Festbrennweite nur durchschnittlich. Gerade bei Festbrennweiten findet man oft Objektive, die eine Lichtstärke von f1.8 oder sogar f1.4 aufweisen. Auch ein Bildstabilisator fehlt.

sigma 40mm für sony e-mount

Das Sigma 30mm 2.8 DN

Dennoch bin ich von diesem Objektiv absolut überzeugt und begeistert. Warum? Das erkläre ich dir in diesem Beitrag.

Das Objektiv ist in zwei Farben erhältlich- schwarz und silber. Die Qualität der Verarbeitung liegt auf einem sehr hohen Niveau. Das Objektiv ist Teil der Sigma Art Serie, die für eine sehr gute Bildqualität bekannt ist.

Eine Gegenlichtblende sowie ein stabiler Objektivhöcker zur Aufbewahrung werden ebenfalls mitgeliefert.

 

Autofokus

Ich habe das Sigma 30mm immer an meiner Sony Alpha 6000 im Einsatz. In dieser Kombination funktioniert der Autofokus eigentlich immer schnell und treffsicher. Lediglich bei wenig Licht sitzte der Fokuspunkt nicht immer gleich ganz perfekt.

 

Bildqualität & Schärfe

Um die Schärfe zu testen habe ich ein Motiv in verschiedenen Blendeneinstellungen abfotografiert. Als Motiv habe ich eine Szene im Wald gewählt- durch die Struktur in den Blättern, etc. haben wir hier viele feine Details. So können wir die Schärfe optimal begutachten.

Gerade bei maximaler Offenblende sowie weiter geschlossenen Blende, haben Objektive oft Probleme mit der Bildqualität. Vor allem die Bildränder leiden oft unter Schärfe-Verlust und Vignettierung.

Eines möchte ich aber gleich vorwegnehmen: Das Sigma 30mm schlägt sich deutlich besser, als man es in dieser (günstigen) Preiskategorie erwarten würde!

Aber mach dir doch einfach selber ein Bild (mit einem Klick auf das jeweilige Bild, kannst du die 100%-Ansicht vergrößern).

Hinweis:

Die Testbilder Entstanden unter gleichen Bedingungen. Es wurden ein Stativ und ein Selbstauslöser verwendet. Außerdem fotografierte ich bei viel Sonnenschein. Somit hatte ich auch bei einer weiter geschlossenen Blende eine kurze Belichtungszeit um eine Verwackelungs-Unschärfe auszuschließen. Lediglich die Tiefenschärfe varriiert aufgrund der unterschiedlichen Blenden. Die Bilder sin Out-Of-Cam.

 

Blende F2.8

qualität bildmitte

bildqualität randbereich

Die Qualität bei Offenblende ist bereits erstaunlich gut und übertrifft meine Erwartungen.

 

Blende F4.0

qualität bildmitte

bildqualität randbereich

 

Blende F8.0

qualität bildmitte

bildqualität randbereich

 

Blende F16

qualität bildmitte

bildqualität randbereich

Mit Blende F16 kann das Sigma durchaus noch verwendet werden. Im Vergleich zu den weiter geöffneten Blenden kann man allerdings einen leichten Schärfeverlust beobachten.

 

Blende F22

qualität bildmitte

bildqualität randbereich

Bei Blende F.22 erkennt man gegenüber den anderen Blendenöffnungen einen deutlichen Schärfeverlust. Das ist aber bei allen Objektiven so, wenn man die Blende komplett schließt. Generell sollte man Objektive nicht mit komplett geschlossener Blende verwenden.

 

Fazit zur Bildschärfe

Die ideale Blende (also die Blende mit der besten Schärfeleistung) scheint beim Sigma 30mm irgendwo zwischen F4.0 und F8.0 zu liegen. Die Bildqualität ist aber bereits bei Offenblende F2.8 sehr gut! Für diesen Preisbereich ist das keine Selbstverständlichkeit! Hier kannst du dir das Sigma 30mm auf amazon.de ansehen*

 

Einsatzgebiet des Sigma 30mm f2.8 DN

30mm an APS-C entsprechen in etwa dem Sichtfeld des menschlichen Auges. Somit handelt es sich um eine Normalbrennweite. Kein Weitwinkel und auch kein wirkliches Tele. Für viele erscheint diese Brennweite eher unspektakulär.

Ich persönlich finde 30mm aber perfekt. Warum? 30mm ist ein perfekter Allrounder und eignet sich vor allem für Street-Fotografie. Aber auch Landschaftsfotografie, Architektur und Städtefotografie ist mit dieser Brennweite durchaus möglich.

Selbst Portrait-Aufnahmen und People-Fotografie habe ich mit dem Sigma 30mm f2.8 umgesetzt. Schon klar – 30mm auf APS-C ist etwas kurz im Vergleich zu klassischen Portrait-Objektiven. Mit Offenblende und bei relativ kurzem Abstand zum Motiv zaubert dieses Objektiv dennoch ein wunderschönes Bokeh!

Wenn ich nur ein einziges Objektiv auf eine Reise mitnehmen könnte – ich würde zu einer 30mm Normalbrennweite greifen!

 

Mein Fazit und meine Beurteilung

Sigma 30mm für Sony E-Mount

An der Sony Alpha 6000 macht das Sigma 30mm f2.8 DN eine gute Figur!

Jetzt mal ganz ehrlich – das Sigma 30mm f2.8 DN für Sony E-Mount ist eigentlich schon zu günstig!

OK – die maximale Offenblende von f2.8 ist für eine Festbrennweite zwar nur ein durchschnittlicher – keinesfalls aber ein Spitzenwert. Dafür ist die Bildqualität bereits bei Offenblende sehr gut! Das Sigma 30mm für Sony kann also bereits mit Offenblende bedenkenlos verwendet werden.

Nicht nur die Schärfe, sondern die Abbildungsleistung generell überzeugt! Chromatische Aberrationen sind so gut wie nicht vorhanden und auch die generelle Farbwiedergabe gefällt!

Das Sigma 30mm Objektiv macht hier einfach alles richtig. Auch die Verarbeitung ist top – das Metallgehäuse macht einen wertigen Eindruck! Neben einer Sonnenblende wird auch gleich ein Etui zur sicheren Aufbewahrung des Objektivs mitgeliefert. Auch das ist keine Selbstverständlichkeit (schon gar nicht in diesem Preisniveau).

Der einzige wirkliche Nachteil des Sigma 30mm f2.8 für Sony E-Mount ist meiner Meinung nach der fehlende Bildstabilisator. Dies ist mitunter ein Punkt, warum das Objektiv so günstig angeboten werden kann.

Trotz des fehlenden Bildstabilisators ist das Sigma 30mm eine absolute Empfehlung (vor allem zu diesem Preis!)

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Was meinst du? Kennst du im E-Mount Segment ein Objektiv mit einem noch besseren Preis-Leistungsverhältnis? Schreibe es doch in die Kommentare! Ich würde mich auch sehr freuen, wenn du diesen Beitrag teilen würdest. Gerne kannst du dafür auch einfach die folgenden Buttons verwenden.

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2 Antworten

  1. Martin sagt:

    Hi Florian,
    schöner Bericht! Kannst du etwas dazu sagen, wie negativ sich der fehlende Bildstabilisator bei freihändiger Fotografie auswirkt? Ich würde mir die Alpha 6000 gerne holen und budgetbedingt kommt als alternative zum Kit-Objektiv vorerst nur die günstigere Sigma-Festbrennweite in Frage. Ich habe 5 Jahre mit der Nikon D7000 und ausschließlich mit 35mm-Objektiv fotografiert und war sehr glücklich damit. Anders als bei Sony sitzt bei Nikon der Stabilisator aber im Body…

    • SRY die späte Antwort! Also mir fehlt der Stabi nicht. Wenn man das Objektiv hauptsächlich zum Videofilmen benutzt, dann wird man einen Stabi sicher vermissen. Alternativ kannst du dir ja das Sigma 30mm 1.4 anschauen. Das hat zwar auch keinen Stabi – ist aber mit f1.4 extrem Lichtstark!

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