ND-Filter in der Landschaftsfotografie + 4 Modelle im Vergleich

nd-filter

Der Graufilter bzw. ND-Filter (=Neutral Dichte) zählt zu den wichtigsten Filtern in der Fotografie. Durch einen Graufilter kann die Belichtungszeit verlängert werden. Somit können Langzeitbelichtungen auch am Tag durchgeführt werden.

In der Landschaftsfotografie dient ein ND-Filter vor allem dazu, Wasser fließend darzustellen:

Wasser "zrerfließt" mit Graufilter

Ohne Graufilter wäre so eine Aufnahme bei Tageslicht nicht möglich. Aufgrund der kurzen Belichtungszeit wäre das Wasser „eingefroren“. Oft sieht das etwas langweilig aus:

Aufnahme OHNE Graufilter

Ein Graufilter macht also im Grunde nichts anderes, als das einfallende Licht  durch die abgedunkelte Oberfläche des Filters zu verringern. Somit kann die Belichtungszeit verlängert werden. Bei Langzeitbelichtungen wird natürlich ein Stativ unerlässlich. Wenn du noch kein Stativ besitzt, schau dir meinen Reisestativ Vergleich an.

 

ND-Angaben – wie stark wird die Belichtungszeit verlängert?

ND-Filter gibt es in verschiedenen Stärken. Leider sind die Angaben oft sehr verwirrend. Ein Filter mit der Bezeichnung ND 64 verlängert die Belichtungszeit um den Faktor 64. Der gleiche Verlängerungsfaktor wird allerdings auch oft mit ND 1.8 (x64) angegeben. Hier mal ein paar Beispiele:

ND 0.9 = Belichtungszeit x 8 (=ND 8)

ND 1.8 = Belichtungszeit x 64 (=ND 64)

ND 3.0 = Belichtungszeit x 1000 (=ND 1000)

 

Welcher ND-Filter ist für die Landschaftsfotografie geeignet?

Für die Landschaftsfotografie empfehle ich dir als Allround-Graufilter einen ND 1.8 (= ND 64) sowie einen ND 3.0 (= ND 1000).

 

ND 1.8 (=ND 64)

Durch das Fotografieren mit kleineren Blenden erhält man bei ISO 100 und Blende 8 oft Belichtungszeiten zwischen 0.05 und 0.25 Sekunden (natürlich abhängig von der Lichtsituation). Durch Einsatz eines ND 64 Graufilter ergeben sich daraus folgende Belichtungszeiten:

0.05 = 3,2 Sekunden

0.10 = 6,4 Sekunden

0.25 = 16 Sekunden

Schon klar- das sind jetzt alles rein theoretische Werte. In der Praxis kannst du bei Bedarf einfach ein wenig mit Blende und ISO variieren um zu deiner gewünschten Belichtungszeit zu kommen.

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ND 3.0 (=ND 1000)

Bei hellem Tageslicht und nicht ganz so weit geschlossener Blende erhählt man oft nocht viel kürzere Belichtungszeiten. Dann hilft nur noch ein ND 1000 Filter, um Wasser fließend darzustellen.

Beispiel:

1/100 sec Belichtungszeit ergibt mit ein einem ND 3.0 (ND 1000) Filter eine Belichtungszeit von 10 Sekunden.

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ND-Filter – empfehlenswerte Modelle im Überblick

Bei der Auswahl des Filters musst du natürlich noch auf den Durchmesser des Filtergewindes von deinem Objektiv achten. Wie groß dieser Durchmesser ist, wird direkt am Objektiv angegeben. Bei der Wahl des Filters ist dann ebenfalls der passende Durchmesser angegeben. Am Ende des Beitrags zeige ich dir noch einen Trick, wie du einen Graufilter an verschieden großen Objektiven nutzen kannst. Ich persönlich habe gute Erfahrungen mit den ND Filter der Firma HAIDA, HOYA  sowie GOBE gemacht. Hier passt nicht nur die Qualität, sondern auch das Preis-Leistungsverhältnis. Diese Filter sind bereits verhältnismäßig günstig. Sehr billige Filter haben leider meist eine starken Farbstich. Profis setzen meist auf professionelle aber auch teure Filter von B + W.

 

Trick – einen Graufilter mit ALLEN Objektiven nutzen

Filteradapter

Mittels Filteradapter kannst du einen Filter an mehreren Objektiven nutzen

Mittels Step UP Ringe (Filteradapter) kannst du deinen Graufilter an all deinen Objektiven nutzen. Dazu kaufst du dir deinen Graufilter einfach mit dem Filterdurchmesser deines größten Objektivs. Mittels Filteradapter kannst du nun diesen großen Filter auch an Objektiven mit kleineren Filterdurchmesser adaptieren. Diese Filteradapter sind sehr günstig. Ein Set aus 7 Ringen* für nahezu alle Objektivfilterdurchmesser kosten auf amazon.de nur rund 10 Euro.

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